Rettet den Grünten!

Wir sind eine Gruppe Oberallgäuer, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Grünten vor einem Rummelplatz zu bewahren, die Alpwirtschaft nachhaltig zu unterstützen, eine sanfte touristische Förderung voranzubringen und die Natur zu schützen.

Neuigkeiten

"Jetzt red i" im Bayrischen Fernsehen


Gestern Abend strahlte der BR live aus Sonthofen die Sendung "Jetzt red i" aus. Thema der Sendung war wie bereits angekündigt "Naturschutz vs. Tourismus", wozu die prominenten Gesprächsteilnehmer Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister Bayerns, Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen, sowie der Sportkletterer und Naturschützer Alexander Huber sich äußern sollten.

Nachdem sich Vertreter der BI zuvor in lockerer Runde mit Herrn Hartmann und Herrn Huber ausgetauscht hatten, wurde im Verlauf des Abends schnell klar, dass sich die recht kurze Sendezeit nicht dafür eignete, allen wichtigen Aspekten rund um den Tourismus im Allgäu gerecht zu werden. So wurde u.a. nicht thematisiert, dass im Allgäu bereits auf engstem Raum über 15 Gondeln betrieben werden und damit eine entsprechende Infrastruktur bereits vorliege. Immer wieder mussten Gesprächsbeiträge unterbrochen werden, die eingeladenen Gäste kamen nicht besonders oft zu Wort.


Deutlich fiel auf, dass Alexander Huber und Ludwig Hartmann sich kritisch zum geplanten Ausbau am Grünten äußerten. Außerdem wurde von Seiten der Menschen, die online ihre Meinung kund taten, immer wieder Stimmen laut, die den bestehenden Tourismus und dessen negativen Folgen anprangerten.

Alex Huber appellierte an den gesunden Menschenverstand und an die Politik vor Ort. Man solle nicht nur an das Heute, sondern auch an das Morgen denken. Tourismus müsse naturverträglich gestaltet werden, um die Schönheit unserer Berge zu erhalten. Dazu passe aber keine Rollgliderbahn oder ein Betrieb, der weit über das bisherige Maß hinausgehe.

Ludwig Hartmann kritisierte unter anderem den Winterbetrieb in dieser Höhenlage und die damit verbundenen Beschneiungsanlagen. Darüber hinaus plädierte er dafür, dass das Seilbahnförderprogramm der bayerischen Staatsregierung überdacht werden und der Fokus auf den mangelhaften ÖPNV in der Region gerichtet werden sollte.

Hubert Aiwanger, der öffentlich fordert, den naturverträglichen und sanften Tourismus zu stärken, sah keine Probleme in Bezug auf das Seilbahnförderprogramm und dessen negativen Begleiterscheinungen sowie die auftretende Widersprüche beim Grünten BergWelt-Projekt. Der Wirtschaftsminister glänzte an diesem Abend eher damit, diverse Themen ins Lächerliche zu ziehen und diese somit inhaltlich zu entwerten. Eine produktive Auseinandersetzung über die zukünftige Tourismusentwicklung im Allgäu scheint sich derzeit eher schwierig zu gestalten.

Die Sendung kann unter folgendem Link noch einmal angesehen werden. Besonders interessant sind die ersten Kommentare unter dem Beitrag auf der Homepage des BR. Außerdem werden im Verlauf des Tages noch von Seiten der BI einige "Stimmen" des gestrigen Abends im Bereich "Fragen und Antworten" kritisch hinterfragt.

Herzliche Grüße
Eure BI

++ Wichtige Termine im November ++


Liebe Unterstützer unserer Initiative, es tut sich nach wie vor einiges rund um die Themen Grünten und Tourismus im Allgäu ✌Wir wollen euch über ein paar wichtige Termine in naher Zukunft informieren:💡


Wie bereits angekündigt wird diesen Mittwoch, den 20.11 19., im Bayrischen Fernsehen um 20.15 Uhr die Sendung "Jetzt red i" ausgestrahlt.

Thema der Sendung wird der Tourismus in unseren Alpen sein, zu welchem sich die Gäste Hubert Aiwanger, Ludwig Hartmann und Alexander Huber mit dem Publikum austauschen werden. Mehr Infos zur Sendung findest du hier. Wir freuen uns über zahlreiche Zuschauer und eine anschließende Diskussion auf unserer Facebookseite. Gerne könnt ihr auch eure Meinung zur Sendung uns per Mail zukommen lassen.  😇


Am 25.11. findet in Immenstadt unser nächstes Orgatreffen statt, zu dem ihr immer gerne eingeladen seid. Wer Interesse hat, einfach uns hier eine Nachricht zukommen lassen.

Am 28.11.19 findet in Schwangau eine Podiumsdiskussion zum Thema Overtourism im Allgäu statt. Zahlreiche BI Mitglieder werden den Referenten Thomas Frey unterstützen und der Veranstaltung beiwohnen. Mehr Infos gibt es unter:

https://www.sz-veranstaltungen.de/pt-event/overtourismus/

Am 30.11.19 veranstaltet die Organisation "Mountain Wilderness Deutschland e.V." eine Aktion in Rettenberg. Wir würden uns freuen, wenn ihr wieder zahlreich erscheinen würdet. Hier die Einladung:

"Liebe Unterstützer der Initiative "Rettet den Grünten",

am Samstag den 30. 11. 2019 wollen auch wir von Mountain Wilderness Deutschland e.V. ein deutliches Zeichen gegen den geplanten Ausbau am Grünten setzen.

In Rettenberg werden wir auf die zu erwartende Zunahme des Verkehrslärms aufmerksam machen. Dazu werden wir Funklautsprecher an der Hauptstraße installieren. Mit Schallmessgeräten würden wir einen Pegel von 80 - 90 db (was dem Lärm einer vielbefahrenen Straße entspricht) auch sichtbar machen. Zudem werden wir mit Transparenten und Flyern Ausflügler und Passanten für das Thema sensibilisieren. Treffpunkt ist 10 h in der Ortsmitte von Rettenberg.

Wir würden uns reuen, wenn Ihr unsere Aktion durch Eure Teilnahme unterstützt.

Herzliche Grüße
Der Vorstand von Mountain Wilderness Deutschland e.V.
"

Wie ihr seht - ein voller und spannender November! 👍😋 Wir freuen uns, wenn ihr an dem ein oder anderen Termin Zeit habt, uns zu unterstützen!

Herzliche Grüße
Eure BI


++ Ein Abend mit Zukunft Grünten ++

 Der Bericht soll nicht als vollständiges Protokoll gesehen werden, ich gehe hier nur auf Dinge ein, die für die Öffentlichkeit wirklich interessant sind. Lange habe ich an diesem Montag mit mir gerungen: Sollst du da jetzt wirklich hin? Und wenn, als stiller Zuhörer oder meldest du dich zu Wort? Die Neugier war bei mir wie so oft größer, also saß ich um Punkt 20 Uhr im Saal des Adlers in Rettenberg. Ich wollte einfach wissen, wie um alles in der Welt die Studie von Professor Bauer FÜR den Grüntenausbau herhalten sollte. Und um es vorweg zu nehmen, das Ende war dann durchaus überraschend. War beim ersten Abend im August der Saal mit weit über 200 Zuhörern noch gesteckt voll, so musste heute der halbe Saal reichen. Trotz sehr prominentem Redner und drei Monaten Stille kamen nur noch 120 Leute zusammen. Den Beginn machte nach kurzer, wie immer charmanter Anmoderation von Herbert Zötler Professor Bauer. Er stellte seine Studie „Bedeutung und Entwicklung des Tourismus im Allgäu aus Sicht der Einheimischen“ nochmals vor, auf das Thema „Grünten“ ging er jedoch nicht explizit ein. Die Ergebnisse der Studie wurden hier ja bereits an anderem Ort beschrieben. 

 

Anja und Sabine Hagenauer waren ebenfalls anwesend und informierten über den Stand der Dinge. Dass der TÜV abgenommen wurde, dass es immer noch Probleme mit Grunddienstbarkeiten gibt, und dass es dieses Jahr keine offizielle Rodelbahn geben wird. Die alte Trasse wäre nicht mehr genehmigungsfähig, bei der angedachten Neuen spielen Eigentümer nicht mit. Trotzdem war sie guter Dinge, dass der Winterbetrieb am 21.12. starten soll. Das Treffen mit unserer BI erwähnte sie auch, auch sie sprach dabei von sachlichem, freundlichen Austausch. Die Hagenauers sind also meiner Meinung nach weiterhin daran interessiert, vorhandene Brücken bestehen zu lassen und nicht einzureißen. 

Ein ganz anderer Ton herrschte dann, als der zwischenzeitlich eingetroffene Landrat Klotz das Wort ergriff. Er habe sich ja mit „deane Kammerada“ von der BI unterhalten. Da soll sich mal niemand Sorgen machen, ob die 70.000 Unterschriften hätten, das sei völlig egal, rechtlich können die damit nix ausrichten. Und die rote Linie, was hat sie gebracht? Gar nix! Der Tenor war klar, ich box das durch, von den Gegnern halte ich gar nix. Herbert Zötler nannte ihn im Anschluß „mutig“. Ich fand ihn eher „ignorant“.

Die für mich wichtigste Aussage des Abends kam dann von Professor Bauer in der Fragerunde. Ich fragte ihn, ob er in den in der Studie oft genannten Kategorien „Qualitätstourismus“, „sanfter Tourismus“ und „Naturnähe“ den Rollglider, der im neuen Konzept der Familie Hagenauer eine zentrale Rolle spielen soll, sehen kann. Er selbst gab dann zu, das Konzept gar nicht zu kennen, er habe es kurz vorher erst bekommen. Nachdem er aber selbst sehr schnell einsah, dass dies keine zufriedenstellende Antwort war, ging er nochmal nach vorn und richtete einen Appell an die Familie Hagenauer: Sie sollen mutig sein, und wirklich naturnahen Tourismus wagen. Er nannte das Beispiel Balderschwang, wo nun 15 Millionen für ein nachhaltiges Naturzentrum investiert wird. Seine Aussage war klar: Trauen sie sich, so etwas auch am Grünten zu verwirklichen. Ich klatschte sofort, um mich herum auch noch einige ganz zaghaft. Ansonsten kam die Aussage bei den Befürwortern nicht gut an. Professor Bauer wird so schnell also nicht auf der Unterstützerliste von „Zukunft Grünten“ stehen. 

Anja Hagenauer stellte ein weiteres Mal klar, dass der Rollglider noch nicht in Stein gemeißelt sei. Jeder könnte andere Vorschläge machen. Sie müssten sich nur wirtschaftlich genauso gut rechnen. 

Und da liegt meiner Meinung nach der Fehler: Wenn ich sage A (Kabinenbahn), B (6er Sessel) und C (Schneiteich mit Beschneiungsausbau) sind festgelegt, und jetzt muss halt noch ein D (momentan ist das der Rollglider) her, um ABC zu finanzieren, dann wird nie ein Projekt rauskommen, das sich ernsthaft mit „naturnah“ schmücken kann. 

Ich möchte in den Appell mit einstimmen: Liebe Familie Hagenauer, nehmen sie doch bitte Professor Bauer ernst. Schmeißen sie Denkschranken aus dem Kopf, informieren sie sich auch bei naturnahen Touristikern, nicht nur bei Augustin Kröll, und machen Sie sich klar, dass weniger Investition auch weniger Gewinnzwang nach sich ziehen wird. Dann kann die „Zukunft Grünten“ aus meiner Sicht gerne mit Ihnen stattfinden. 
(P. Seefelder)

++ Die Bürgerinitiative bleibt am Ball ++

Vergangenes Wochenende trafen sich Vertreter der Bürgerinitiative mit Familie Hagenauer am runden Tisch. Eine gemeinsame Pressemitteilung ist unter folgendem Link zu finden.


Darüber hinaus gibt es anscheinend prominente Kritiker an den derzeitigen Tourismusentwicklungen in den Alpen. Skilegende Christian Neureuther und die Wissenschaftlerin Evelyn Ehrenberger äußern sich u.a. zum Grünten (ab Minute 50 beim Sonntags-Stammtisch im BR).


Unsere Postkartenaktion läuft bisher überragend - der Freundeskreis, die Arbeitskollegen und auch der Großonkel in Husum sind so langsam mit Postkarten versorgt. Über 5000 Postkarten sind im Umlauf, weitere 5000 sind bestellt. Wer uns beim Verteilen helfen will, schreibt uns einfach mit Angabe der Stückzahl eine Nachricht. Herr Dr. Söder freut sich bestimmt über noch mehr schöne Bilder vom Grünten. :)

Eure BI

Randgedanken beim Postkartenverteilen - und ein kleiner Aufruf zum Schluss (P. Seefelder)

 

5.000 Postkarten an Markus Söder sind eingetroffen und damit der gute Mann sie auch bekommt, müssen die auch raus. Passenderweise war auch das Wetter an einem schönen Wochenende im Oktober super und die Kinder wollten eh schon lange wieder mal auf Bergtour gehen. So sollte es also der Hochgrat sein, der aus Immenstadt sogar in passabler Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln angesteuert werden kann. Schon im Bus von Oberstaufen zur Hochgratbahn wechselten die ersten Karten den Besitzer, und die Resonanz war super. Das änderte sich auch nicht auf dem gesamten Weg über die Brunnenauscharte zum Gipfel. Alle schauten zwar erst etwas verdutzt, fanden die Aktion aber schnell gut und die meisten versprachen auch, die Karten schnell abzuschicken. „Da freut sich der Söder bestimmt, wenn er so viele schöne Bilder kriegt“, war sich meine Tochter sicher. Bei ca. 50 Karten war nur einer dabei, der das Skigebiet wiederhaben wollte. Nach 5 Minuten Diskussion nahm aber auch er die Karte und versprach, sie wegzuschicken.

 

Am Sonntag das gleiche: Mit ganzer Familie im Gunzesrieder Tal und fast alle begeistert. Bei 60 Karten nur 3 „Befürworter“, wovon 2 ihre Meinung noch einmal überdachten, der Dritte leider nicht.

 

Neben der ohnehin bei mir nach vielen Aktionen gewonnenen Vermutung, dass die große Mehrheit der Menschen im Großraum Allgäu den Bergwelt-Plänen gegenüber äußerst kritisch eingestellt ist, machten mich gerade die erfolgreichen Gespräche mit den Befürwortern etwas nachdenklich.

 

Denn da kommen meist Menschen, die klar von sich geben „Ich bin aber für den Ausbau!“. Meist werden dann der Skibetrieb, die Tradition und der Rückbau der Altanlagen als Gründe angegeben. Spreche ich noch einige weitere Punkte an, wie beispielsweise den Rollglider, 200.000 Besucher pro Sommersaison oder eine Grüntenhütte, die fast 500 Menschen gleichzeitig bewirtschaften kann, dann geraten sie schnell ins Nachdenken und es kommt oft etwas á la „hm, eigentlich stimmts schon, das muss echt nicht sein. Gib mir mal die Liste her!“

 

Und das macht mir Sorgen!

 

Warum?

 

Weil die einfach durchschaubare Greenwashing-Strategie der Investoren bei vielen zu funktionieren scheint. Man wende den Blick weg vom Gesamtprojekt hin zu kleinen Details, wie dem Elektromotor oder ein paar Renaturierungsmaßnahmen, und schon stimmen einige, die sich eher am Rande mit dem Thema beschäftigen, munter mit in den Chor ein. Da könnte ich mich genauso gut hinstellen und ein großes Braunkohlekraftwerk als umweltfreundlich bezeichnen, weil das Förderband vom Kohlebunker mit Solarstrom läuft…

 

Auf der anderen Seite spornen mich diese Begegnungen aber auch immer wieder an, einfach weiter zu machen. Schließlich klappt es ja, wenn auch nur im Kleinen. Und dazu möchte ich euch alle aufrufen: Diskutiert! Gerade mit denen, die das Projekt befürworten. Oft ist das argumentative Eis recht dünn! Fragt sie einfach, ob 30 Jahre Rummelplatz ein angemessener Preis ist, damit ein alter Lift abgebaut wird. Fragt sie, ob sie mit 470 Menschen (das sind mehr als in Sulzberg beim Infoabend waren) auf dem Grüntenplateau sitzen wollen. Und fragt sie auch, ob der lange, liebgewonnene Pistenspass solche gewaltigen Eingriffe in die Natur rechtfertigt, um ihn noch ein paar Jährchen auf Biegen und Brechen zu erhalten.

 

Helft also mit, dass Herr Dr. Söder noch viele schöne Bilder bekommt.

 Erfolgreiche Mahnwache am Grünten

Am vergangenen Sonntag engagierten sich wieder einige Mitglieder der Bürgerinitiative und veranstalteten eine Mahnwache am Grünten (sogar mit kurzzeitig musikalischer Untermalung). Auf dem Panoramabild kann man gut erahnen, was an solchen Tagen auf dem Gipfel los ist. Über 200 Unterschriften in nicht einmal drei Stunden sprechen eine deutliche Sprache - man benötigt kein besonderes Investment, um den Grünten touristisch attraktiv zu gestalten. Er IST es schon!

Darüber hinaus freuen wir uns, die 4000er-Grenze bei unserer händischen Unterschriftenliste geknackt zu haben. Es ist der Wahnsinn, wie viele Menschen zeigen wollen, dass sie einem Ausbau am Grünten kritisch gegenüber stehen! 

Eure BI 

Liebe Retterinnen und Retter des Grünten,


über 1100 Menschen haben am Grünten demonstriert und fordern ein Stop des Massentourismus im Allgäu und am Grünten.

Dies wollen wir auch unserem "Landesvater" Herrn Dr. Markus Söder mitteilen und rufen deshalb dazu auf, ihm eine Postkarte zu schicken. Wir werden diese in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten in Umlauf bringen.

Sollte jemand sich dazu berufen fühlen, selbst einige Karten zu verteilen, kann sich gerne per Email (rettetdengruenten@gmail.com) gemeldet werden.

Wir freuen uns über jeden Unterstützer und hoffen, dass auch ihr den Politikern zeigen wollt, wie wichtig euch der Grünten ist.

Eure BI 

Liebe Retterinnen und Retter des Grünten,


gestärkt von dem großen Zuspruch durch die eindrucksvolle Demonstration „Wir ziehen die rote Linie“ - sowas hat das Oberallgäu wahrscheinlich noch nie gesehen - waren wir die vergangen Wochen an einigen Terminen beteiligt.


So hatten beispielsweise am 21.10.2019 zwei unserer Mitglieder die Gelegenheit Herrn Dr. Söder im Rahmen der Veranstaltung "Kaffee mit dem Ministerpräsidenten" zu treffen. Da wir leider nicht die Chance bekamen, unsere Fragen direkt an ihn zu richten, wurde uns versprochen, dass jede Frage, die wir schriftlich einreichen würden, beantwortet wird. Glücklicherweise schafften wir es dann doch noch unseren „Landesvater“ am Hinterausgang abzufangen, bevor dieser zu seinem nächsten Termin enteilen konnte. Wir nutzten die Chance, um uns vorzustellen und ihm eine Mappe mit einer gesammelten Übersicht über die vergangenen Wochen rund um die Problematik am Grünten mit in Auto zu geben.


Zudem konnten wir neue und wichtige Kontakte knüpfen, woraus ein baldiges Treffen mit dem Bürgerbeauftragten der bayrischen Staatsregierung und Vorsitzenden des Tourismusverbandes Allgäu/Schwaben Herrn Holetschek resultierte. Dieser Name fiel uns bereits vor einigen Tagen durch einen interessanten Artikel zum Thema Tourismus mit dem Titel „Mehr wäre zu viel“ in der Allgäuer Zeitung positiv auf.


Als nächstes steht außerdem ein Treffen mit Familie Hagenauer am 02. November an. Wir freuen uns, dass diese unsere Einladung zu einem persönlichen Gespräch angenommen haben und erwarten ein hoffentlich produktives Gespräch.


Wir bleiben für euch stets am Ball und danken für eure Unterstützung!


PS: Das entwendete Banner (wir berichteten) von einem Stadl in Rauhenzell ist wieder aufgetaucht. Die Diebe hatten wohl kalte Füße bekommen, nachdem ein Finderlohn von 500, Euro ausgelobt worden war. Der Besitzer fand das Banner am vergangenen Montag 300 Meter vom ursprünglichen Ort entfernt auf dem Boden liegend wieder.

Tourismus im Allgäu

Die Entwicklung in Oberbayern (s. Artikel in der SZ) deutet darauf hin, dass man sich auch im Allgäu lieber heute als morgen Gedanken zum Tourismus machen sollte. Besonders die Zeilen zur "Sehnsuchtserfüllung Berg" sind interessant - der Mensch schafft es, sich selbst den wundervollen Lebensraum Alpen zu zerstören (u.a. durch Wellnesshotels, Seilbahnen und gläserne Plattformen).

Welche Vorschläge hättet ihr, wie man eine sinnvolle Verkehrswende einleiten könnte? Wie schafft man Anreize auf sen ÖPNV umzusteigen, sodass das Auto zuhause bleibt? Wie kann man die Besucherzahlen lenken? Wie sieht das Verkehrslenkungskonzept von Familie Hagenauer aus?
In der Umfrage der FH Kempten kam z.B. heraus, dass viele eine Art "E-Ticket System" tatsächlich als Lösungsansatz sehen würden. Schreibt uns einfach!

Gelungene Demonstration am Grünten 

Am Tag der Deutschen Einheit versammelten sich in Kranzegg am Parkplatz der Grüntenlifte völlig überraschend etwa 1100 Menschen zur Demonstration „Wir ziehen die rote Linie!“ und bekannten trotz niedrigen Temperaturen und eisigem Wind (rote) Farbe.
Egal ob jung oder alt, klein oder groß, Mensch oder Tier – gemeinsam wurde friedlich darauf hingewiesen, dass sehr viele Einheimische dem Projekt der Familie Hagenauer kritisch gegenüberstehen.

Herr Philipp Seefelder, Organisator der Demonstration, zeigte sich mehr als nur überrascht: „Mit dieser Resonanz hätten wir im Leben nie gerechnet. Wir sehen die Teilnahme von so vielen Leuten aus der Region als deutliches Zeichen, dass die Investorenpläne in der derzeitigen Form so nicht angenommen werden!“ Ziel der Veranstaltung war es, auf das Projekt aufmerksam zu machen, weiterhin die Planungen kritisch zu beobachten und aufzuzeigen, dass wirtschaftliche Interessen nicht über allem anderen stehen dürfen und einem Ausverkauf der Heimat Grenzen gesetzt werden müssen.

Aufgrund der lokalen Gegebenheiten des ÖPNV, der im Raum Oberallgäu dringend ausgebaut werden muss, waren viele Teilnehmer dazu gezwungen, in Fahrgemeinschaften oder mit dem eigenen Rad anzureisen. „Der volle Parkplatz am Ende des Vormittags macht aber eines deutlich: sollte das Projekt kommen und es keine Verkehrswende geben, so ist in Zukunft mit einem noch stärkeren Verkehrsaufkommen zu rechnen, als es heute der Fall war“, so die Sprecher Nadja Ewald-Harich und Max Stark.

Eine Rollglideranlage zum Erleben eines Waldes?

Am Grünten sollen zwei Linien parallel verlaufen, die Schreie der Besucher werden definitiv hörbar sein - für Mensch und Tier.

Fotos von der Demonstration "Rote Linie" (3. Oktober 2019)

Statement zur Pressemitteilung der Familie Hagenauer vom 27.09.2019

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Die Pressemitteilung ist unter anderem hier zu finden: Link

 

+++Kommentar zur Pressemitteilung „Wie geht es mit dem Grünten weiter? – Unseriöse Argumente und persönliche Angriffe! +++ 

Mit Bedauern haben wir heute von der neuesten Pressemitteilung der Familie Hagenauer erfahren müssen. In dieser werden erneut zahlreiche Vorwürfe laut, die so nicht unkommentiert stehen gelassen werden können. Um ein differenziertes Bild der Lage zu zeichnen, bitten wir Sie hiermit, auch unsere Stellungnahme zu veröffentlichen. 

Es verdichten sich die Anzeichen, dass sich die Investoren strategisch immer mehr in der Opferrolle darstellen wollen, um so auf Stimmen- und Meinungsfang für das Projekt am Grünten zu gehen. Dabei wird gezielt von den eigentlichen Themen, dem Naturschutz rund um den Grünten und massiven Eingriffen am Grünten, abgelenkt. Gerne versuchen wir an dieser Stelle sachlich auf Inhalte der o.g. Pressemitteilung einzugehen. 

Seitens der Bürgerinitiative Rettet den Grünten ist kein Fall bekannt, bei dem die Investorenfamilie anonyme Drohungen erhalten haben soll. Wir distanzieren uns von sämtlicher Bedrohung und Hetze und weisen solch ein Verhalten aufs Schärfste zurück. Auf der anderen Seite aber kommt es zu solch inakzeptablen Vorfällen wie in den vergangenen Tagen – einem Mitglied unserer Initiative wurde über Nacht aus dem Garten ein Schild entwendet, auf dem Werbung für eine Aktion am Grünten gemacht wurde. Hierzu betrat der oder die Täter privaten Grund. Ebenso erreichte ein anonymer Brief zahlreiche Mitglieder, in dem ein Unbekannter oder eine Unbekannte sich aufgrund von sozialem Druck Sorgen um seinen bzw. ihren gesundheitlichen Zustand macht. An dieser Stelle muss aber betont werden, dass im Rahmen unserer Infoabende oder Infostände in Kempten, Sonthofen, Immenstadt und Sulzberg sowie bei Mahnwachen am Jägerdenkmal immer wieder sachliche und faire Gespräche geführt wurden. Man begegnete sich auf Augenhöhe und der Austausch an Argumenten verlief in einer angemessenen Form. 

In der Pressemittelung kommt zum wiederholten Male der Vorwurf auf, dass „mit falschen Angaben versucht werde, Stimmung gegen das Projekt zu machen.“ Diesen Vorwurf äußerte Frau Simone Hagenauer auch beim Informationsabend in Sulzberg. Dort wurde dann darum gebeten, die angeblichen Falschinformationen vor allen Leuten publik zu machen. Dieses Angebot wurde abgelehnt und es bestand kein Bedarf zu einer öffentlichen Stellungnahme. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang auch, dass vor Beginn der Veranstaltung Frau Anja Hagenauer im Interview mit AllgäuTV deutlich machte, Dinge klar stellen zu wollen. Nun der Bürgerinitiative Rettet den Grünten mangelnde Kommunikationsbereitschaft vorzuwerfen, erscheint wie ein schlechter Witz. Es ist völlig unangemessen der Presse gegenüber von Diffamierungen und Falschbehauptungen zu sprechen, wobei unserer Initiative keinerlei Möglichkeit der direkten Stellungnahme geboten wird. Der direkte Austausch wäre bei Informationsveranstaltungen unter Anwesenheit der Presse möglich gewesen. 

Das so oft zitierte „I-Tüpfelchen“ kommt aber jetzt erst: im Verlauf des Informationsabends in Sulzberg wurde bereits vor allen Anwesenden darauf hingewiesen, dass von Seiten der BI Rettet den Grünten sehr wohl ein „Runder Tisch“ für sinnvoll erachtet wird. Darüber hinaus wurde die Kommunikation zwischen Herrn Klotz und unserer Initiative öffentlich (und somit auch vor Familie Hagenauer, die im Raum anwesend war) dargelegt. Bisher fühlte sich der Landrat des Landkreises Oberallgäu öffentlich dem Projekt sehr zugetan, was darauf hindeutet, dass wohl zwischen Befürwortern bzw. Investoren und dem Landrat bereits Gespräche gab. Nachdem sich der Landrat Herr Anton Klotz bis dahin noch nicht die Mühe gemacht hatte, auch mit uns ein persönliches Gespräch zu führen, sahen und sehen wir noch heute es als sinnvoll an, uns vor dem Stattfinden eines runden Tisches dem Landrat in kleiner Runde vorzustellen. Dies geschah am vergangenen Freitag, als sich sechs Mitglieder der Bürgerinitiative im Landratsamt Sonthofen mit Herrn Klotz trafen. Im Vorfeld dieses Treffens wurde dem Landrat aber auch mitgeteilt, dass im weiteren Verlauf ein gemeinsames Treffen sehr wohl gewünscht wird. Von einem „Verhindern des Treffens“ kann also keinesfalls die Rede sein! 

In der Pressemitteilung der Investoren werden dann Beispiele für vorhandene Unwahrheiten aufgezählt. Zu diesen wird im Folgenden kurz Stellung genommen. 

„Vorkommen von geschützten Vogelarten“ 

Es liegen kartierte Birkhuhn-Lebensräume im Bereich des geplanten Baugebiets vor. 

Es existieren private Fotoaufnahmen von Schwarzstörchen in Kranzegg und rund um den Grünten. Andere Sichtungen gab es z.B. während der Aufnahmen zur Sendung „Quer“ des Bayerischen Rundfunks. Zeugen? Das gesamte Fernsehteam. Durch massive Lärmbelästigung (Bauphase, Rollglideranlage, etc.) werden diese mit Sicherheit in ihrem natürlichen Umfeld gestört. 

Bitte um Angabe „der Fachleute, von denen Martin Hagenauer spricht. 

„Zerstörung von Landschaftsschutzgebieten“ 

Die gesamte Grünten BergWelt befindet sich in einem kartierten Landschaftsschutzgebiet

Zitat: „In diesem Schutzgebiet ist es verboten, Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Landschaft zu verunstalten, die Natur zu schädigen oder den Naturgenuss zu beeinträchtigen.“ 

Aus Pressemitteilung wird deutlich, wie wenig die Natur von Seiten der Investoren wertgeschätzt wird. Es wird folgende Aussage getroffen: „Das bestehende Landschaftsschutzgebiet mit einer Größe von 7.615 Hektar werde von möglichen Eingriffen aber nur im Promillebereich tangiert.“ Dieser Wert von einer Promille entspricht etwa 10 Fußballfeldern! Unsere Frage: Weshalb gibt es überhaupt Landschaftsschutzgebiete, bei denen man solche Flächen be- bzw. umbauen darf? 

„Jahrtausendalte CO²-Speicher“ 

Familie Hagenauer empfehlen wir den folgenden Artikel zum Thema „Der CO²-Speicher der Berge schwindet“. In der Petition steht wortwörtlich „Es macht uns Angst, dass vor unseren Augen jahrtausend alte CO²-Speicher nun zu Rummelplätzen gemacht werden. Damit ist von FridaysforFuture der Alpenhumus gemeint, der einen sorgsamen Umgang mit Bergwald benötigt. Das Projekt zerstört definitiv Wald. 

„Bergwaldrodung“ 

Familie Hagenauer vermeidet es vielleicht unabsichtlich, darauf hinzuweisen, dass für die Errichtung der Rollglideranlage und des Sesselliftes Bäume gefällt werden müssen (mehr als 250 Stück). Von einer Aufforstung an anderer Stelle haben wir bisher noch nichts gehört. 

„Grüntenhütte“ 

Noch heute liegen keine konkreten Pläne vor, an denen sich Familie Hagenauer messen lassen muss. Wie eine Verdreifachung der Gästezahlen bei „weitgehend“ (schöner Ausdruck) gleichbleibender Kubatur gehen soll, bleibt uns ein Rätsel. Es werden eine größere Küche benötigt, die Sanitäranlagen sollten wohl barrierefrei im Erdgeschoss gebaut werden, bei Übernachtungsmöglichkeiten benötigt man noch Unterkünfte für das Personal und dazu kommen noch der größere Gastraum und der größere Außenbereich. Ein langähriger Wirt der Grüntenhütte hat zu diesem Thema am Informationsabend ausführlich Stellung bezogen. 

„Reduzierung der Liftanlagen“ 

Es ist löblich, dass die Anzahl der Liftanlagen reduziert wird. Was bleibt, ist die Tatsache, dass die Gästekapazität im Winter (im Vgl. zum alten Skibetrieb) leicht ansteigt und im Sommer es bisher gar keinen Betrieb gab. Darüber hinaus werden die neuen Liftanlagen zwar mit Strom angetrieben, dieser wird aber aus 60% fossiler Brennstoffe generiert. Wie im Vergleich zum IST-Zustand (Liftanlagen außer Betrieb) behauptet werden kann, es entstehe keineswegs zusätzliche CO²-Belastung (die Bauphase und die Herstellung der Materialien noch nicht einmal dazu gerechnet), bleibt uns ebenfalls ein großes Rätsel. Dies wird leider von den Befürwortern beharrlich ignoriert! 

„Parkplatzfläche“ 

Familie Hagenauer tritt in der Öffentlichkeit bei Ihren Informationsveranstaltungen mit einer Broschüre auf, auf der skizzenhaft der Parkplatz abgebildet ist. Den Skizzen der Grüntenhütte soll man Glauben schenken. Tut man dies auch bei den Parkplatzflächen, so kann definitiv von einer annähernd doppelt so großen Parkfläche ausgegangen werden (Bilder auf Anfrage). 

„Rummelplatz“ 

Familie Hagenauer spricht von bis zu 2000 Menschen am Tag. Dazu gibt es im Sommer ein freizeitparkähnliches Fahrgeschäft (bei Youtube nach Rollglider suchen). Dies hat nichts mehr mit einer natürlichen Bergwelt zu tun. Der Berg wird zur Kulisse gemacht. 

Immer häufiger auftretende Unfälle in den Bergen zeigen auf, wie Menschen unbedarft in Gefahrensituationen geraten. Auch am Grünten ist davon auszugehen, dass die Besucher sich auf dem Weg zum Gipfel machen, um die dort noch optimalere Aussicht zu genießen. Damit einhergehend steigt die Gefahr eines alpinen Unfalls, da die Ausrüstung bzw. die Einschätzung mancher Touristen nicht ausreichen. 

„Gewinn für die Region“ 

Es gewinnen nur Nutznießer des Tourismus und die Investoren. Verlierer sind die Natur und nahe Gemeinden, die unter der Verkehrsbelastung im Allgäu jetzt schon leiden. Wie Familie Hagenauer selbst sagt – die Grünten BergWelt stellt eine weitere, zusätzliche, aber nicht benötigte Alternative für den Spaßtourismus dar. Von einem Erholungsgebiet kann dann nicht mehr die Rede sein. 




Aktuelles vom Wochenende 

Im Verlaufe der letzten Tage gab es wieder viele bemerkenswerte Veranstaltungen und Gespräche. Am vergangenen Freitag trafen sich nicht nur Vertreter der Bürgerinitiative mit Herrn Anton Klotz, dem Landrat des Landkreises Oberallgäu, sondern es fanden überall in Deutschland auch Demonstrationen statt, die auf die weltweite Klimakrise aufmerksam machen sollten. Darüber hinaus wurde auf dem Viehscheid in Immenstadt erneut auf die Problematik rund um das Grünten BergWelt Projekt hingewiesen.


Treffen mit Landrat Anton Klotz

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Zu einem Termin beim Landrat des Landkreises Oberallgäu trafen sich am Freitag verschiedene Vertreter der Bürgerinitiative Rettet den Grünten. Ziel war es, sich vorzustellen und Herrn Klotz zu fragen, welche positiven Aspekte er dem Projekt abgewinnen kann. Schnell wurde klar, dass auf Seiten unseres Landrats noch gewisser Aufklärungsbedarf besteht. So war diesem nicht klar, an welchen Stellen Bäume gefällt werden müssen oder dass die Parkplatzfläche nahezu verdoppelt wird. Interessanterweise vernahm man auch, dass die Bergwelt rund um den Grünten mit Sicherheit mehr als die derzeit an schönen Sommertagen gezählten 1500 Menschen vertrage. Wichtig seien vor allem die verkehrstechnische Entlastung des südlichen Allgäus, wobei Herr Klotz keine daraus resultierende Mehrbelastung rund um den Grünten erkennen konnte. Ernüchternd für die Vertreter der BI war zudem, dass der Landrat den weit über 65.000 Unterschriften der Petition von FridaysforFuture bisher wohl noch keinerlei Wertschätzung zukommen ließ. Er verwies immer wieder auf den fehlenden rechtlich bindenden Charakter der Unterschriftenlisten. Das deutliche Signal auch aus der Allgäuer Bevölkerung muss wohl auf anderem Wege vermittelt werden. Wir sehen die Unterschriften nach wie vor als wichtiges symbolisches Zeichen der Menschen, die unsere schönen Natur beibehalten wollen und in Zeiten des Klimawandels ein solches Projekt ablehnen.  Eine öffentliche Übergabe an den Landrat ist in naher Zukunft geplant. Bis dahin hoffen wir, dass Herr Klotz doch noch ein wenig kritischer in der Öffentlichkeit gegenüber dem Bauvorhaben der Familie Hagenauer auftritt.

Der "Nicht-Infostand" in Immenstadt

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Leider hatte uns die Stadt Immenstadt für den Viehscheidtag  in Immenstadt keinen Infostand genehmigt. Ein Tisch mit der Grundfläche von 0,8 Quadratmeter wäre nicht möglich, da die Menschen sich in der ganzen Innenstadt dicht drängen würden. Dies wollten wir den Gästen auch gerne mitteilen und malten kurzerhand zwei Schilder, mit denen wir uns beim Wochenmarkt aufstellten. Die Stadt war gut besucht, dichtes Gedränge konnten wir jedoch nicht feststellen. Viele Passanten blieben stehen und zeigten sich interessiert. Manche munkelten sogar, dass die "Nicht--Genehmigung" könnte inhaltliche Gründe haben. Schnell waren wir jedoch auch beim eigentlichen Thema: den Ausbauplänen am Grünten. Diese stießen bei fast allen Passanten, ob Viehscheidbesucher von weiter her oder Marktbesucher aus Immenstadt, auf Ablehnung, sodass die Unterschriftenlisten sich wieder einmal schnell füllten. Auch Befürworter kamen vorbei und konnten teilweise auch sachlich mit uns diskutieren, teilweise leider auch nicht. Der Landtagsabgeordnete Eric Beiswenger kam auch noch vorbei, unterschreiben wollte er aber nicht, denn wir hätten seiner Meinung nach eh schon genug Zulauf. Wir hoffen, dass mit der Anmeldung klappt nächstes mal besser, denn ein so großes Schild zu halten strengt auf die Dauer ganz schön an. :)

FridaysforFuture-Demonstrationen im Oberallgäu

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Viele BI-Mitglieder waren am Freitag aktiv beteiligt an diversen Demonstrationen in Sonthofen, Kempten, etc. Mit Bannern wurde sich durch die Innenstädte bewegt, wobei viele Personen uns Mut zu sprachen, weiterhin für eine sanftere Art des Tourismus einzutreten. Die große Resonanz der Beteiligung an diesen Demonstrationen zeigt deutlich auf, dass ein Umdenken in Bezug auf unsere Natur stattfinden muss. Wirtschaftlicher Wachstum ist nicht alles und am Ast zu sägen, auf dem man sitzt, kann nicht die Lösung für unsere Zukunft sein!
(Artikel auf All-In zur Klima-Demo in Kempten)

Infoabend in Sulzberg

Am gestrigen Dienstag veranstaltete die Bürgerinitiative Rettet den Grünten in Sulzberg einen weiteren Infoabend, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen waren. Am Ende versammelten sich über 300 Personen im Saal, unter denen sich Befürworter, Kritiker, Politiker, Pressevertreter und auch Mitglieder der Investorenfamilie befanden.

Durch den Abend, bei dem es um die Vorstellung der BI, deren Standpunkte und die Präsentation von Planungsfakten ging, führten Frau Nadja Ewald-Harich und Herr Max Stark. Nach gelungenen und eindrücklichen Statements verschiedener Mitglieder der Initiative beispielsweise zu den Themen Klimaschutz, Alpwirtschaft oder Tourismus, wurde zu einer offenen Diskussion angeregt, die zum Teil emotional geführt wurde. Ausdrücklich wies man darauf hin, dass Befürworter gerne zu Beginn des Austausches ihre Stimme erheben sollten, was diese im weiteren Verlauf auch taten. So beteiligte sich etwa am regen Austausch auch die Familie Hagenauer, die aber nicht immer für alle eine befriedigende Antwort parat hatten. Die Chance, auf aus ihrer Sicht existierende Unwahrheiten einzugehen, blieb leider ungenutzt.

Am Ende des Abends gab es alles in allem viele und gute Gespräche, auch zwischen den Vertretern beider Interessenslager. Der nächste Schritt wird nach einem Gespräch mit dem Landrat des Landkreises Oberallgäu sein, sich gemeinsam mit Investoren und anderen Befürwortern zu treffen, um Meinungen und Standpunkte auszutauschen, damit am Ende am Grünten ein für alle befriedigendes Ergebnis realisiert werden kann.

Wir bedanken uns für den regen Zuspruch und freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme am 03. Oktober bei unserer Aktion "Wir ziehen die rote Linie".

Eure BI

(Bericht im AllgäuTV)
(Quelle Zeitungsartikel-Bild: Allgäuer Zeitung vom 19.09.19)


Erneut erfolgreiche Infostände in Sulzberg und Sonthofen durchgeführt. 


Am vergangenen Samstag informierten Mitglieder der BI in Sulzberg und Sonthofen über das Projekt am Grünten und die damit verbundenen negativen Auswirkungen. Viele interessante Gespräche und über 200 weitere Unterschriften ergaben sich im Laufe des leider recht regnerischen Vormittags. Es wurde deutlich, dass auch sehr viele Einheimische u.a. mit dem Bau einer Rollglideranlage und dem Durchführen eines Winterbetriebs in Zeiten der Klimaerwärmung nicht einverstanden sind.

Wir hoffen, noch viele weitere Interessenten am 17.9 2019 im Gasthof Hirsch begrüßen zu dürfen.

Eure BI

++ Terminankündigung ++

Wir veranstalten einen weiteren Informationsabend, um über die Pläne am Grünten zu informieren. Dieser findet am 17.9.2019 im Gasthof Hirsch in Sulzberg um 19.30 Uhr im großen Saal statt. Egal ob Befürworter oder Projektgegner, alle sind herzlich willkommen, um sich sachlich und fair mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Am Donnerstag, den 03.10.2019, ziehen wir am Grünten die rote Linie. Treffpunkt ist hierzu um 09.30 Uhr am Liftparkplatz der Grüntenlifte. Genauere Informationen folgen rechtzeitig auf dieser Website. An dieser Stelle sei nur gesagt: rote T-Shirts bereit halten!


"Ich habe einen Traum" - eine Vision von Uwe Peters

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Das Gefühl der Freiheit ist für viele eine neue und befriedigende Erfahrung. Die Gäste wissen das sehr zu schätzen, genießen es und wollen es gar nicht mehr anders haben. Urlaub ohne Auto! Die Koffer werden bequem vorausgeschickt und stehen bei Ankunft schon in ihrem Feriendomizil bereit. Die entspannte Anreise gestaltet sich mit modernen, umweltfreundlichen, wasserstoffbetriebenen Zügen und kurz vor Erreichen des Zielbahnhofs schauen alle gebannt aus dem Fenster - Wer sieht ihn als erstes? - Da ist er!! - „der Wächter des Allgäus“, der Grünten.

Der Urlaub ist hier zwar etwas teurer als anderswo, aber das ist es den Gästen allemal wert. Es zahlt sich aus, weil das, was es hier zu erleben gibt, etwas ganz Besonderes ist. Und es ist auch insofern exklusiv, weil die Ferienwohnungen und Ferienhäuser, ebenso wie die im traditionellen Allgäuer Baustil errichteten Ferienhütten, schon auf Jahre voraus ausgebucht sind. Die begeisterten Gäste kommen immer wieder. Es ist ihnen eine zweite Heimat geworden, mit der sie sich von Herzen verbunden fühlen.Die Linien-Busse sind alle mit Anhängern versehen, auf die man bequem sein Fahrrad laden kann. Sie sind gut getaktet und mit der Ferienkarte bargeldlos zu benutzen. So ist alles bequem erreichbar, auch wenn das Ziel oder der Heimweg mal zu weit erscheinen. Weil die Grünten-Region mit ihrem neuen Konzept überzeugt, bekommt sie für ihr Modellprojekt Fördergelder. Waldprojekte entstehen, in denen von Fachleuten angeleiteten Pflanz- und Aufforstaktionen durchgeführt werden. Gemeinde, Förster, Umweltverbände, Vogelkundige, Waldbesitzer und Feriengäste, alle ziehen an einem Strang. Workshops und Informationsveranstaltungen zum veränderten Weltklima und den Herausforderungen an einen gesunden und zukunftsfähigen Wald sind gut besucht und sogar Peter Wohlleben bietet sein Wissen und seine Erfahrung an. Viele Gäste und Einheimische übernehmen Patenschaften für Bäume und leisten so ihren Beitrag zur Pflege, zum Erhalt und zum Ausbau des Waldes. Das Wasser, das einmal für die Produktion von Kunstschnee verwendet werden sollte und in den zunehmend heißen Sommern immer knapper wird, wird jetzt zur Bewässerung der jungen Bäume genutzt. Viele Menschen bekommen erstmals in ihrem Leben hautnah den Wald vermittelt und erfahren beeindruckende Walderlebnisse. Überall in Europa finden sich in den Medien Berichte über die kleine alpenländische Region, die ihren Weg aus der Krise in die Wandlung gefunden hat und dadurch ihren Weg in die Zukunft geht. Fast wäre der Zusammenhalt der Bevölkerung damals an den unterschiedlichen Ansichten zur Nutzung ihres Berges zerbrochen. Heute kommen Tourismusfachleute, Studenten und Professoren der Hochschulen von überall her und erfahren und erleben vor Ort, wie hier ein erfolgreicher Weg in die Zukunft entwickelt wurde und umgesetzt wird. Vielseitige Angebote ermöglichen den Urlaubern eine intensive Naturerfahrung und Naturwahrnehmung, nach der sich die Menschen immer häufiger sehnen. Dieses Erleben in der friedlichen Natur wird zunehmend zu einer ganz besonderen Attraktion.

Auf den Streifzügen durch die sommerliche Natur kann man immer wieder auf Mitglieder der sehr beliebten Malworkshops stoßen, die seit Jahren von Künstlern aus ganz Europa angeboten werden. Kleine Gruppen, die vor der Staffelei sitzen oder mit ihrem Skizzenheft ihre Eindrücke und Empfindungen zu Papier bringen. Ein malerischer Höhepunkt der Seminare zeigt den Grünten in Stil und Anmutung an die Werke des weltberühmten Malers Caspar David Friedrich. So entstand ganz unbeabsichtigt ein weithin bekanntes, berührendes und verzauberndes Markenzeichen für die Region und ihren Weg in die Zukunft.

Einige Jungs sind nach der Brauereiführung mit Niklas Zötler so begeistert, dass sie sich gleich für eine Ausbildung in seinem Betrieb anmelden. Der Juniorchef, der den Klimawandel und die sich anbahnende Klimakatastrophe ernst nimmt, entwickelte die Brauerei zu einem CO2-neutralen Unternehmen. Auch bei den legendären Vollmondbier-Nächten will keiner fehlen. Auf dem Bergrücken des Wächters des Allgäus steht jetzt anstelle der alten Grüntenhütte die neu gebaute Grüntenalpe. Sie ist mit ihrem beeindruckenden Panorama ein beliebter Anziehungspunkt. Es sind zwar meistens viele Menschen hier oben, aber alle wissen, dass sie zu Fuß heraufgekommen sind und genau das schätzen und verbindet sie. Ein großer Renner in der neuen Grüntenalpe und immer ausgebucht sind die Abende mit Herbert Zötler. Wenn er mit seinem unwiderstehlichen Charme und seiner Liebe zum Allgäu seine Geschichten von Früher erzählt, sind alle ganz still und lauschen seinen wunderbaren Erzählungen. Sein Hörbuch ist schon in der dritten Auflage ausverkauft und hat sich zu einem beliebten Mitbringsel aus dem Urlaub am Grünten entwickelt. Für die, die dabei waren, gibt es ein Exemplar mit Autogramm. Eine Dokumentation, die in der ARD ausgestrahlt wurde, brachte der Gemeinde eine großartige und vollkommen kostenlose Werbung. Die Bürgermeister, die Gemeinderäte und die Bewohner sind stolz auf sich. Sie sind zu Vorreitern geworden, in einer Zeit des Wandels, der sie wie viele andere in diesem Land auch, fast zerrissen hätte. Sie sind im Zeitalter der drohenden Klimakatastrophe für viele zu einem Modell des Gelingens geworden, setzen Impulse und ermutigen andere, ihren eigenen Weg des Wandels zu entwickeln und zu gehen. In der Veranstaltungsscheune werden Filme von Früher gezeigt: wie am Grünten noch Ski gefahren wurde, ganze Wiesen im Tal als Abstellflächen für die unzähligen Autos und Busse herhalten mussten, wie wertvolles Wasser zur Herstellung von Kunstschnee verwendet wurde. Sehr beliebt sind auch die Veranstaltungen in der Zirkusscheune mit dem lustigen Clown Augustin. Zum Lachen und zum Weinen ist es, wenn er immer wieder verzweifelt und auf tragische Art und Weise versucht Schnee zu machen, um auf seinem alten Schlitten den Berg herunter zu rodeln, obwohl die Wälder der Welt ringsherum brennen. Da alle Angebote von den Gästen und den Einheimischen genutzt werden, entsteht viel Gemeinsames, ein Miteinander aus dem sich immer wieder neue Freundschaften entwickeln. Die Eltern sind begeistert und können es kaum fassen, dass ihre Kinder, wenn sie den ganzen Tag in der Natur unterwegs sind, ihr Handy zu Hause lassen. Ein  auto- und handyfreies Leben im Urlaub ist möglich! Ganz ohne Entzugserscheinungen. Das war bislang unvorstellbar! Die Gäste erleben ihre Ferien so ereignisreich und beeindruckend, dass die Zeit nicht reicht, um alles was sie sich vorgenommen haben, zu erleben. Das ist dann ein guter Grund unbedingt wieder zu kommen.

"Beinahe hätten wir damals die Kurve nicht bekommen", berichtet der sympathische zweite Bürgermeister Herr Tanzer. "Aber nachdem wir einen Hinweis bekommen haben und sich der Gemeinderat die Aufzeichnung des ZDF heute Journals mit Claus Kleber und dem Klimaforscher Prof. Markus Rex „20 nach 12!“ im Juli 2019 angesehen hatten, spürten wir eine tiefe Betroffenheit. Wir beriefen eine Bürgerversammlung ein und sahen uns die Sendung mit allen Bürger der Gemeinde an. Alle waren fassungslos und tief betroffen, schliefen eine unruhige Nacht und waren sich bewusst, wenn wir jetzt nichts tun, dann haben wir alle verloren."

++Erfolgreiche Informationsveranstaltungen in Kempten und am Grünten++

Am gestrigen Samstag wurden von Mitgliedern der BI Wanderer über das Projekt am Grünten informiert und Unterschriften für die Petition gesammelt.

Auf dem Wochenmarkt in Kempten kamen über 170 Unterschriften zusammen. Auch Alfons Hörmann zeigte sich äußerst interessiert und versprach ein Statement für unsere Homepage. :)

Am Grünten machten sich einige andere Mitglieder der BI "Rettet den Grünten" auf, die höchste Mahnwache Deutschlands abzuhalten. Welcher Platz wäre dazu geeigneter als der Gipfel des Berges, um den es geht? Viele Wanderer zeigten sich äußerst interessiert über die Ausbaupläne und sehr viele unterschrieben auch die ausliegenden Listen, teilweise mussten sie dafür anstehen. Wirklichen Widerspruch gab es keinen, die Diskussionen waren kaum kontrovers. Dies zeigt wieder einmal, dass es viele Menschen gibt, ob Einheimische aus Pfronten, Missen oder Wertach, oder Urlauber aus Köln, Augsburg oder Berlin, die den Grünten so schätzen, wie er ist. Gerade beim Rollglider war der Tenor klar: "Sowas gehört in einen Freizeitpark, nicht auf einen Berg!" Ein gelungener Bergtag, wenn auch der Tisch beim Aufstieg recht sperrig war.
Für zukünftige Mahnwachen sind Mitstreiter herzlich willkommen.

DAV bezieht Stellung

Endlich bekennt sich auch der Deutsche Alpenverein zu den Plänen am Grünten. Neben einigen positiven Aspekten werden vor allem die künstliche Beschneiung, die Rollglideranlage und der entstehende Individualverkehr kritisiert.

Als Fazit ist auf der Homepage des DAV zu lesen:

"Zusammenfassend spricht sich der DAV für den Erhalt der ganzjährigen Erholungsmöglichkeiten in naturverträglichen Bahnen aus. Dies ist in der momentanen Planung für das Grüntengebiet nicht gegeben. Die Modernisierungen müssen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und dürfen nicht dazu führen, dass Bergerlebnisse künstlich inszeniert werden."

Newsletter

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Alle anderen haben noch immer die Möglichkeit sich über rettetdengruenten@gmail.com oder unser Kontaktformular für den Email-Newsletter anzumelden!

Gründungstreffen unserer Bürgerinitiative

Sonthofen, 18.7.2019
Bürgerinitiative „Rettet den Grünten“ erfolgreich gegründet

Über 200 Interressierte nehmen an erfolgreichem Gründungsabend der Bürgerinitiative Rettet den Grünten teil.

Online-Petition 

Unglaublich! Bis heute haben sich fast 67.000 Menschen dazu entschlossen, die Online-Petition der allgäuer FridaysforFuture-Aktivist/innen Phil, Mara und Lucia zu unterzeichnen. Dies zeigt eindeutig, dass sich auch in Deutschland mittlerweile viele für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und den Klimawandel interessieren. Dem Landrat des Landkreises Oberallgäu, Herrn Anton Klotz, ist anzuraten, diesen "Stimmen" ein offenes Ohr zu schenken!

Willst du selbst aktiv werden und Unterschriften sammeln? Hier gibt es die Vorlage der Petition zum selber Ausdrucken!

Du hast fertig gesammelt? Dann kannst du entweder die Liste per Post an Max Stark, Höll 1 in 87477 Sulzberg schicken oder die Liste einscannen und per E-Mail an rettetdengruenten@gmail.com weiterleiten.


Hast du online noch nicht unterschrieben oder willst du weitere Informationen?

Werde Teil unserer Bürgerinitiative

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